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Bikini oder Badeanzug? Mit diesen Experten-Tipps findest du die richtige Swimwear

Bikini oder Badeanzug? Foto: PrettyLittleThing

Bikini oder Badeanzug? Foto: PrettyLittleThing

Kann ich einen Bikini tragen oder ist das zu gewagt? Steht mir ein Monokini oder sollte es doch besser ein Badeanzug sein? Frauen sind sich oft unsicher welche Schnittführung und welches Modell sie bei Bademode wählen sollen.

– Badeanzug & Maxi-Strandrock | Credit: PrettyLittleThing –

PlusPerfekt sprach mit Lydia Maurer, sie ist unter anderem Designerin für größenübergreifende Swimwear und Gründerin des Bademodenlabels Phylyda. Sie kennt die Fragen, die Frauen quälen nur zu gut und hat ultimative Tipps, welche Modelle für welche Figur am besten geeignet sind und woran frau erkennt, ob die jeweilige Passform und Größe für sie richtig ist. 

“Bei der Modell-Auswahl gibt es ein paar Guidelines aber, wie alles sein sollte ist individuell verschieden und ultimativ dem persönlichen Geschmack überlassen.”

Lydia Maurer | Founder des Bademoden-Labels Phylyda

1. Wichtig bei Bikini-Tops

Suche dir ein Top, das nicht ständig verrutscht, sprich: in dem du dich ständig unwohl fühlst und herum zupfen musst.

Es gibt keine Regeln, wie zum Beispiel, dass man ab einer bestimmten Cup-Größe oder ab einem bestimmten Alter, Bügel bevorzugen sollte. Wie ich in den letzten Jahren gelernt habe, ist die Vorliebe für oder gegen Bügel komplett individuell und deswegen bauen wir auch unser Sortiment stetig aus.

Für Frauen, die mehr Halt wünschen ist es eine wichtige Sache auf die Festigkeit des Stoffes zu achten, sprich auf einen Stoff mit einem hohen Elasthan-Anteil. Hier ist auch die Qualität der Träger wichtig. Also Träger, die fest mit Gummi verarbeitet sind und idealerweise auch regulierbar sind.

 

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Ab einem C/D Cup, sollte ein Top nicht mehr hinter dem Nacken gebunden, sondern über die Schultern getragen werden. Außerdem sind Rückenverschlüsse wichtig. Diese sollten in diesem Fall verstellbar sein.

2. Faustregeln für Bikini-Bottoms

Die Hüfte ist der Mittelpunkt unseres Körpers und die verschiedenen Taillen-Linien helfen uns, diese richtig zu betonen. Bei einem kurvigen Rumpf wird eine Taillenhose empfohlen, bei einem athletischen, un-kurvigen Rumpf ist eine Hüfthose besser.

3. Tipps für Badeanzüge

Wir sehen sie mehr und mehr in der Presse und auf den sozialen Medien. Hier sollten folgende Punkte beachtet werden: Bei größeren Cups darauf achten, dass, wenn der Badeanzug nicht in Cup-Größen erhältlich ist, mindestens eine Naht unter der Brust sitzt, um eine leichte Definition sowie etwas natürlichen Halt zu geben. Die Träger sollten regulierbar sein, um den Sitz der Cups zu optimieren.

Bei einem längeren Oberkörper ist ein geraffter oder an den Seiten verstellbarer Badeanzug ein Segen. Hier muss natürlich auch auf die Position der Cups geachtet werden.

Vorteilhaft sind Badeanzüge mit V-Ausschnitt. Sie strecken optisch den Oberkörper und setzen das Dekolleté in Szene. Volants, Verzierungen und Raffungen können Akzente setzen, zusätzlich betonen oder auch kaschieren. Figurschmeichler sind Badeanzüge in Wickeloptik oder mit asymmetrischem Schnitt. Badeanzüge mit nur einem Träger sind Eyecatcher, allerdings eher zum Sonnen oder zum Baden, aber weniger zum Schwimmen geeignet.

Bandeau Bikini mit High Waist Höschen (links) und Triangel-Bikini von PrettyLittleThing

4. Die richtige Größe

Egal welche Art Swimwear, es ist ein Mythos, dass man Bademode eine Konfektionsgröße kleiner kaufen sollte, weil sie sich im Wasser ausdehnt. Gute Stoffe haben beständige Lycra Fasern, die nicht so rasch brechen und dadurch den Stoff ausleiern. Es ist wichtig, dass der Badeanzug gut anliegt und weder von der Haut absteht, noch einschneidet.

5. Auf die Pflege kommt es an

Wenn du deinen Badeanzug gefunden hast, gilt es darauf zu achten, dass er so lange wie möglich schön bleibt. Es ist wichtig dein Lieblingsteil nicht länger als eine Stunde nass aufzubewahren und nie in der Maschine zu waschen. Eine lauwarme Handwäsche mit Handwäscheseife ist empfohlen. Danach einfach im Liegen trocknen lassen.

Vom Atoll zum beliebten Kleidungsstück

Der zweiteilige Badeanzug oder eben Bikini, wie wir ihn nennen und heute kennen, wurde erstmals 1946 von dem französischen Modedesigner Louis Réard vorgestellt. Als “Badekleidung” war der freizügige Bikini schlichtweg revolutionär. Réards Kreation bestand aus zwei eher knappen Teilen: einem Höschen und einem BH-ähnlichen Oberteil. Für viele war der Anblick skandalös und provokant zugleich, zeigte der Bikini doch deutlich mehr Haut als die damals üblichen Badebekleidungsstücke.

Namensgeber des skandalträchtigen Kleidungsstückes ist übrigens das Bikini-Atoll im Pazifischen Ozean. Damals noch Schauplatz vieler Atomtests und seit 2010 UNESCO-Welterbe.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Bikini durch Filme und Medienpräsenz immer populärer und schließlich zu einem Symbol für Freiheit und Mode. Er ist weltweit ein fester Bestandteil der Bademode und wurde zu einem der beliebtesten Badebekleidungsstücke. Unzählige Variationen und modische Weiterentwicklungen folgten, die teils mehr Haut zeigten, wie der noch knappere Triangel-Bikini, oder ein wenig mehr “verpackten”, wie der High-Waist-Bikini, dessen Höschen bis zum Bauchnabel reicht. Zeitweise war am Strand oder im Schwimmband nur “in”, wer einen Bikini trug. Wie viele Diäten, Bodyshaming und Tränen das zur Folge hatte, bleibt sicherlich für immer ungezählt.

Bikinis designt von Lydia Maurer | Fotos aus der Kampagne „Let’s Celebrate Each Other“ | Fotografiert von Julia Marie Werner

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