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Diese 5 Tipps sollten Unternehmen nach Aufhebung der Homeoffice-Pflicht beachten

Heißt es jetzt zurück an den Arbeitsplatz im Unternehmen?

Business as usual? Die Homeoffice Pflicht wurde aufgehoben, das Zurück zu alten Büroregeln fällt nicht jedem leicht | Credit: Arlington Research | Unsplah

Bund und Länder haben sich bei der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf weitgehende Lockerungen in der Corona-Pandemie geeinigt. Ein wichtiger Punkt: Die bisher verpflichtende Homeoffice-Regel entfällt. Ab Sonntag, dem 20. März 2022 können Betriebe frei entscheiden, ob sie auch weiterhin die Arbeit im Homeoffice akzeptieren, lieber flexible Arbeitsmodelle anbieten oder – back to the roots – ihre Mitarbeiter|innen wieder zur Büropräsenz verpflichten.

Business as usual?

Keine Frage, die Erwartungen von Mitarbeitenden und Arbeitgebern gehen hier oftmals weit auseinander und bergen einiges an Konfliktpotenzial. Joachim Pawlik, CEO von Pawlik Consultants warnt: „Die Homeoffice-Pflicht sollte nicht durch eine umfassende Präsenzpflicht ersetzt werden.“ Rund 30 Prozent der Beschäftigten haben über Monate hinweg im Homeoffice gearbeitet, eine Freiheit, die sich viele Arbeitnehmer|innen nicht mehr nehmen lassen. Führungskräfte müssten ihren Mitarbeiter|innen vertrauen. „Diese zahlen es doppelt zurück“, ist sich der Experte sicher. Eine zu strikte Präsenzpflicht sei für potentielle Mitarbeitende nicht mehr attraktiv. Schon jetzt würden die Unternehmen mehr Bewerbungen erhalten, die insgesamt ein gewisses Maß an Flexibilität in Aussicht stellen.

Fünf Empfehlungen für Führungskräfte nach Aufhebung der Homeoffice-Pflicht 

1. Safety first

Hygienekonzepte sind in den Unternehmen Normalität. Aber gerade, wenn wieder mehr Menschen im Büro zusammenkommen, sollten sie konsequent eingehalten werden. Vorbild ist die Führungskraft. Sie sollte dafür sorgen, dass kein Gruppendruck aufkommt, in dem aus „endlich sind wir wieder zusammen“ ein zu laxer Umgang entsteht.

2. Psychologische Sicherheit geben

Nicht jeder Mitarbeitende hat den Mut, sich mit seinen Sorgen rund um die Pandemie zu outen. Hier sollten Führungskräfte den sehr unterschiedlichen Interpretationen der aktuellen Lage Aufmerksamkeit schenken und ihnen gerecht werden, insoweit es die betrieblichen Anforderungen zulassen.

3. Neue Lösungen testen

Führungskräfte sollten den Mut haben, neue Modelle mit Remote und Präsenz erst auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, bevor sie entsprechende Regeln festzurren. Besser erst ausprobieren, gemeinsam reflektieren und lernen. 

4. Das Büro neu denken

Mitarbeitende kommen nicht mehr ins Büro, um allein zu arbeiten. Wer sie aus dem Homeoffice locken will, bietet ihnen Gemeinschaft. Das gelingt durch Zoom-freie Zonen und Tage, eine neue Bürogestaltung, ohne gleich umzubauen sowie gemeinsame Mittagessen …

5. Vertrauen statt Pflicht

Viel besser als verpflichtende Regeln ist es gemeinsam zu diskutieren und zu beschließen, beispielsweise, dass „es gut wäre, wenn alle gemeinsam am Mittwoch vor Ort wären.“  Vertrauen ist das wichtigste Gebot. Die Mitarbeiter zahlen es doppelt zurück.

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