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Aufgedeckt: Hautpflege-Mythen auf der Spur

Sie ist unser größtes Organ und ein Spiegel unseres Wohlbefindens. Und doch herrscht ziemliches Unwissen rund um die richtige Pflege unserer Haut. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kam eine aktuelle Umfrage von Kantar, durchgeführt im Auftrag von Paula’s Choice Skin Care. 

1. Mythos: Wolken schützen vor Hautkrebs

UV-Strahlen wirken an 365 Tagen im Jahr auf die Haut. Sogar durch Fensterscheiben oder an bewölkten, nebligen und regnerischen Tagen. Die Strahlen der Sonne stellen die Hauptursache für Anzeichen der Hautalterung in Form von braunen Flecken, Falten und einem matten Teint dar – im schlimmsten Fall können sie sogar Hautkrebs verursachen. Doch laut Umfrage verzichtet jede dritte Frau komplett auf Sonnenschutz in der Tagescreme. Erst wenn es draußen warm ist oder sie direkter Sonne ausgesetzt sind, nutzen 25 Prozent der Befragten eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor.

2. Mythos: Alter ist ein Hauttyp

Mehr als 40 Prozent der befragten Frauen zwischen 16 und 24 Jahre gehen davon aus, dass man bereits in den 20ern mit Anti-Aging Produkten beginnen sollte. Inhaltsstoffe wie Hyaluron, Kollagen, Retinol oder Glycerin stehen für glatte, makellose Haut bis ins hohe Alter. Aber macht das bereits in jungen Jahren Sinn? Was die Haut wirklich braucht ist mindestens genauso wichtig wie straffende oder aufpolsternde Substanzen. „Denn Alter ist kein Hauttyp und bei der Wahl der Pflege zählen nicht das Alter, sondern die individuellen Bedürfnisse der Haut“, sagt Paula Begoun, Skin Care Expertin und Gründerin von Paula’s Choice. Beispielsweise eine unreine Haut könne ebenso das Problem einer 20-Jährigen wie das einer 60-Jährigen sein. Der verantwortungsvolle Umgang mit den individuellen Anforderungen der Haut sei daher die beste Altersvorsorge.

3. Mythos: Mehr hilft mehr

Fast 50 Prozent der Befragten nutzen grobe und mechanische Peelings. Grund hierfür ist vermutlich die Annahme, dass sich Akne und Mitesser „wegschrubben“ lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Irritation oder gar Verletzungen, die grobkörnige Peelings verursachen können, machen die Haut und die kleinen Makel häufig noch schlimmer.

Peelings mit kleinen Kügelchen, Salzkörnern oder Ähnlichem können die Haut an der Oberfläche von Unreinheiten reinigen, bekämpfen aber nicht nachhaltig die eigentliche Ursache. Stattdessen würden gut formulierte Produkte mit BHA-Salicylsäure helfen, ein Inhaltsstoff, um aktiv gegen Hautunreinheiten vorzugehen. Die BHA-Peelings würden in den oberen Hautschichten wirken, indem sie in die Poren eindringen und den Talg auflösen. Abgestorbene Hautzellen werden so entfernt und die darunter liegende Hautschicht kommt zum Vorschein.

4. Mythos: Hauptsache keine Mogelpackung, der Rest ist egal

Im Hinblick auf Hygiene und Inhaltsstoffe ist die richtige Verpackung der Kosmetik essentiell. Um die Inhaltsstoffe in den meisten Hautpflegeformeln zu schützen, benötigen sie einen Behälter, der vor Lufteinwirkung, Lichtzufuhr und direktem Kontakt mit den Fingern schützt. Ein Pumpspender oder eine lichtundurchlässige Tube mit einer sehr kleinen Öffnung genügen, um die Inhaltsstoffe bis zum Aufbrauchen des Produktes zu schützen.

Auch wenn kleine Tiegel und Hautpflegeprodukte in gläserner Verpackung ansprechender aussehen, so würden sie doch nachweisbar die Wirkung der Produkte reduzieren. Einmal die Luftversiegelung des Deckels aufgehoben oder häufiger direkt der Sonne ausgesetzt, verlieren die Inhaltsstoffe nach und nach ihre Wirkung. Darüber hinaus verteilen sich mit jedem Eintauchen des Fingers in das Tiegelchen Bakterien, die die Wirkung evtl. aufheben oder gar das Hautbild verschlechtern können.

Die OnlineOmnibus Befragung wurde unter 1.050 Frauen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren von Kantar durchgeführt. Auftraggeber ist Paula’s Choice Skin Care.

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