Die richtige BH-Größe macht den Unterschied: Fünf Tipps für den perfekt Sitz

Die meisten Frauen haben mindestens einen davon im Wäscheschrank! Einen BH, der beim Kauf scheinbar überzeugte und sich im Alltag als Fehlgriff entpuppte. Anfangs sitzt er bequem, doch schon nach wenigen Tagen tragen oder spätestens nach dem ersten Wäschegang zeigen sich Schwächen.

– Super Plunge Bras aus der Kollektion von Curvy Kate | Foto: Curvy Kate –

Die Cups sitzen nicht mehr sauber, die Träger rutschen von den Schultern oder schneiden ein, das Unterbrustband kneift oder wandert bei jeder Bewegung nach oben. Häufig liegt das an der Passform, die beim Anprobieren schlichtweg falsch eingeschätzt wurde.

Bei Dessous entscheidet die Passform über weit mehr als den Tragekomfort. Sie beeinflusst die Silhouette, die Proportionen und das eigene Körpergefühl. Umso erstaunlicher ist, dass viele Frauen über Jahre hinweg dieselbe BH-Größe kaufen, obwohl sich Körper, Gewicht, Lebensphasen und individuelle Bedürfnisse längst verändert haben.

Fehler 1:
Die Unterbrustweite wird zu großzügig gewählt

Viele Frauen achten beim BH-Kauf vor allem auf die Cups. Tatsächlich entscheidet jedoch das Unterbrustband darüber, ob ein BH zuverlässig stützt oder nicht.

Das Unterbrustband sorgt für Stabilität und übernimmt den größten Teil der Stützfunktion eines BH. Es ist in der Regel zwischen 70 und 120 Zentimetern lang und bestimmt die Unterbrustgröße und damit den ersten Teil der BH-Größe. Viele Frauen greifen zu einer etwas weiteren Unterbrustgröße, weil ihnen bei der Anprobe ein lockerer Sitz zunächst angenehmer erscheint. Die Unterbrustweite steht nicht unbedingt in Verbindung mit der Größe der Cups. Eine große Oberweite bedeutet nicht automatisch auch ein breites Unterbrustband und umgekehrt.

Zudem hält sich hartnäckig der Irrtum, die Träger würden den Busen stützen. Tatsächlich entsteht der Halt fast vollständig durch das Unterbrustband. Sitzt es zu locker, verliert der BH seine Funktion. Die Träger rutschen und man hat das Gefühl, sie wären nicht straff genug eingestellt.

Ein gut sitzender BH liegt nah am Körper an, ohne einzuschnüren. Das Unterbrustband lässt sich nur leicht vom Körper wegziehen.

BH und Tanga für Curvys in Limoncello von Curvy Kate

BH und Tanga für Curvys in Limoncello von Curvy Kate

Fehler 2:
Die Cupgröße wird falsch eingeschätzt

Ein BH kann nur dann gut sitzen, wenn Unterbrustweite und Cupgröße zusammenpassen. Genau hier liegt eine der häufigsten Fehlerquellen.

Neben der Unterbrustweite entscheidet die Größe der Cups darüber, ob ein BH wirklich passt. Zu kleine Schalen drücken die Brust ein, zu große stehen ab. Beides beeinträchtigt die Silhouette und den Tragekomfort.

Wichtig ist auch der Schnitt. Es lohnt sich, unterschiedliche Modelle und Größen anzuprobieren, statt sich ausschließlich an der gewohnten Passform zu orientieren. Für ein möglichst präzises Ergebnis sollte der Brustumfang ohne Kleidung gemessen werden. Ein einfacher Test hilft bei der Anprobe. Dazu leicht nach vorne beugen und die Schultern etwas nach vorne ziehen. Heben sich die Cups sichtbar von der Brust ab, stimmt meist die Größe nicht oder der Schnitt harmoniert nicht optimal mit den eigenen Proportionen.

Fehler 3:
Der Rückenverschluss wird falsch eingestellt

Damit ein BH nach häufigem Tragen und mehreren Waschgängen noch immer optimal passt, hat er am Rücken verschiedene Verschluss-Stufen. Beim Kauf sitzt er idealerweise auf der mittleren Verschluss-Stufe perfekt. So bleibt Spielraum, wenn das Material im Laufe der Zeit etwas nachgibt oder die Trägerin mal etwas zunimmt. Wird ein Modell bereits beim Kauf auf der engsten oder der weitesten Stufe getragen, fehlt diese Reserve. Der BH verliert an Komfort und sitzt nicht mehr stabil genug.

 

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Fehler 4:
BH zum falschen Zeitpunkt kaufen

Je nach Tageszeit und Zyklus kann sich die Passform eines BH verändern. Es lohnt sich deshalb den Zeitpunkt der Anprobe im Blick zu haben.

Im Laufe des Tages kann sich Flüssigkeit im Gewebe einlagern. Dass dann die Füße etwas anschwellen und man am Abend besser keine Schuhe kaufen sollte, ist vielen bekannt. Doch auch rund um den Brustkorb und den Achselbereich kann das die Passform beeinflussen. Der Unterbrustumfang verändert sich dadurch manchmal stärker, als man vermuten würde.

Auch der Zyklus spielt bei der Passform eine Rolle. Vor oder während der Menstruation haben viele Frauen empfindlichere oder etwas größere Brüste. Das birgt die Gefahr, dass die beim Kauf gewählte Cupgröße wenige Tage später nicht mehr optimal sitzt. Wer Dessous kauft, sollte deshalb auf den Zeitpunkt der Anprobe, den Schnitt und das Material achten.


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