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Neue Untersuchung: Diabetes Prophylaxe durch Kaffee

Credits: PlusPerfekt

Viele Studien belegen die gesundheitsfördernde Wirkung von Kaffee. Nun soll er sogar vor Diabetes schützen. Der Grund hierfür ist Cafestol, eine bioaktive Verbindung des Kaffees. 

Forscher haben in den letzten Jahren die bioaktiven Verbindungen von Kaffee untersucht, die das Risiko von Diabetes senken können. Einige davon wurden im Tierversuch getestet. Die neueste Studie, die im Journal of Natural Products veröffentlicht wurde, besagt, dass eine dieser Substanzen in der Lage war, die Zellfunktion und Insulin-Sensitivität von Mäusen zu verbessern. Es gibt sogar Studien, die darauf hin deuten, dass das Trinken von drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag das Risiko der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes minimieren kann.

Alles ok mit Kaffee?

Die Wissenschaftler gingen zunächst davon aus, dass das Koffein für diesen Effekt zuständig sei. Dies wurde durch neuere Erkenntnisse widerlegt. Dies lies den Rückschluss zu, dass andere Substanzen im Kaffee eine wichtige Rolle spielen könnten. In einer Laborstudie hat das Team um Fredrik Brustad Mellbye und Søren Gregersen vom Universitätsklinikum Aarhus in Dänemark festgestellt, dass eine Verbindung namens Cafestol die Insulin-Sekretion in die Pankreas-Zellen erhöhte, wenn diese Glukose ausgesetzt waren. Gleichzeitig erhöhte die Substanz die Glukoseaufnahme in Muskelzellen genauso effektiv wie ein Antidiabetikum.

Niedrigere Blutzuckerwerte

In der aktuellen Studie galt es für das Forscherteam herausfinden, ob Cafestol dazu beitragen würde, den Beginn von Typ-2-Diabetes bei Mäusen zu verzögern oder gar zu verhindern. Dazu teilten die Forscher Mäuse, die für einen Typ-2-Diabetes anfällig waren, in drei Versuchsgruppen. Zwei Gruppen wurden unterschiedliche Cafestol-Dosierungen verabreicht. Bereits nach zehn Wochen hatten die mit Cafestol gefütterten Mäuse niedrigere Blutzuckerwerte und eine verbesserte Insulinsekretionskapazität als die Mäuse aus dritten Kontrollgruppe. Ihnen wurde kein Cafestol verabreicht.

Hinzu kommt, dass die Verabreichung auch nicht zu Hypoglykämie oder einem niedrigen Blutzuckerwert geführt. Die Forscher teilen die Meinung, dass diese Ergebnisse eine gute Möglichkeit für die Arzneientwicklung sind, zum einen um die Krankheit beim Menschen zu behandeln, zum anderen vielleicht sogar um sie zu verhindern.

In Deutschland haben laut Medicalpress derzeit mehr als 6 Millionen Menschen Diabetes. Davon mehr als 90 Prozent Typ-2-Diabetes.

Quelle: Medicalpress

 

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