ReiseLust

Reisetipps für den Karneval in Venedig

Bild: PlusPerfekt

Prachtvolle Kostüme. Elegante, traditionelle Masken. Der Karneval in Venedig hat mit unserem närrischen Treiben wenig gemeinsam. Es wundert daher nicht, dass sich viele Deutsche von dem Karnevalstreiben in der Lagunenstadt verzaubern lassen wollen. Damit die Reise kein Flop wird, solltet ihr euch vorab mit den Sitten und Gebräuchen vor Ort vertraut machen. Das empfiehlt Birgit Dreyer. Sie ist Reiseexpertin bei der ERV (Europäische Reiseversicherung).

Rechtzeitig über den Ablauf des venezianischen Karnevals informieren!

„Die Ursprünge des venezianischen Karnevals reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Während sich das Fest früher über Wochen oder gar Monate erstreckte, ist es heute auf die zehn Tage vor Aschermittwoch festgelegt“, weiß Birgit Dreyer. Damit Venedig-Reisende möglichst viel von dem Spektakel mitbekommen, hilft es zu wissen, wo die Veranstaltungen stattfinden. Auskunft geben die Touristen-Informationsbüros vor Ort. Schon die Eröffnung des Karnevals in Venedig bietet ein spektakuläres Schauspiel: Beim „Engelsflug“ schwebt eine Frau an einem Stahlseil vom Glockenturm Campanile auf den Markusplatz herab. Ab diesem Zeitpunkt gibt es in der Stadt auf verschiedenen Bühnen künstlerische und artistische Darbietungen. Zudem findet an mehreren Tagen ein historischer Umzug mit geschmückten Booten in den Kanälen statt. Sein Ende erreicht der venezianische Karneval an Fastnacht mit dem Auftritt des geflügelten Löwen von St. Markus, der vom Markusplatz aus hoch über dem Publikum auf den Glockenturm Campanile fliegt.

Die richtige Kostümierung

Das Besondere am Karneval in Venedig sind die prächtigen Masken. Mit ihnen tauschen die Karnevalisten die eigene Identität gegen eine andere. Besonders populär ist die sogenannte „Maschera Nobile“: Sie besteht aus einer weißen Wachsmaske, einem schwarzen Umhang und einer schwarzen Kappe. Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen will, kann in den venezianischen Kostüm-Ateliers ein historisches Kostüm in Auftrag geben. Da sollte man allerdings mindestens einen Monat für die Fertigung einkalkulieren. Eine gute Alternative sind Kostümverleihe. In Venedig bieten sie eine große Auswahl traditioneller Maskerade – vom einfachen Mantel bis hin zum historischen Kostüm.

Vorsicht! Nicht nass werden!

Während des Karnevals drängen sich große Menschenmengen durch die kleinen Gassen der Stadt. Wenn man nicht aufpasst, kann man leicht hinfallen. Besondere Vorsicht ist auf Passagen nahe den vielen Kanälen geboten: Diese sind häufig glitschig. Ein Ausrutscher kann im schlimmsten Fall mit einem Sturz ins Wasser enden. Zumindest die Füße werden nass, wenn zur Zeit des Karnevals gerade „Aqua alta“ herrscht: Das Hochwasser setzt die Plätze und Gassen Venedigs unter Wasser. Für einen Venezianer ist das besonders in den Herbst- und Wintermonaten ein vertrautes Phänomen. Es dauert in der Regel nur wenige Stunden. Das Wasser geht mit dem Gezeitenwechsel wieder zurück. Wer trotz Hochwasser nicht auf das Karnevalsspektakel verzichten will, sollte sicherheitshalber Gummistiefel im Gepäck haben. Gummistiefel oder Plastiküberzieher mit verstärkter Sohle kann man aber auch in vielen venezianischen Geschäften erwerben.

Venezianische Kulinarik

Ein wenig abseits von den traditionellen Spektakeln tummeln sich in den Weinstuben und Bars Einheimische und Touristen, um mit dem aus Venetien stammenden Cocktail „Sprizz“ anzustoßen. Auch traditionelles Karnevalsgebäck darf nicht fehlen: Bunte Hefekringel namens „Buranelli“ oder „Fritelle“. Vor allem bei Kindern sind sie sehr beliebt.

Vorsicht vor Taschendieben!

Das bunte Karnevalstreiben bietet Taschendieben eine perfekte Tarnung. Gerade in großen Menschenansammlungen wie auf dem Markusplatz oder der Rialtobrücke. Ist man nicht traditionell kostümiert, wird man schnell als Tourist erkannt und macht sich zum beliebten Ziel von Langfingern. Am besten nur wenig Bargeld mitnehmen und das eng am Körper tragen. Nur eine Fotokopie des Ausweises oder Reisepasses mitnehmen. Schmuck und teure Uhren sollten sicher in der Unterkunft verwahrt sein.

Quelle: ERV

 

 

 

%d Bloggern gefällt das: