Credit: ZV Friseurhandwerk

Die Wilden Siebziger: Die Haartrends für 2019

Die Styles der Siebziger standen ganz im Zeichen von Freiheit, Eklektik und diversen sub-kulturellen Modeeinflüssen. Für Fans gibt es gute Nachrichten: The Seventies feiern ein edles Comeback.

Individuelle Styling-Freiheit, Experimentierfreude und Mut zum Auffallen stehen im Fokus der Frisurentrends des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV). Zweimal im Jahr trifft sich das Modeteam um den ZV Art Director Antonio Weinitschke und präsentiert die Trendfrisuren der Saison.

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Inspiriert von der Disco-Bewegung, Hippies und Glam-Rock setzt die Frisurenmode im Frühjahr und Sommer auf die typischen Looks der 70er: Stufenschnitte, Bohéme-Styles und Föhnwelle. Aber keine Sorge, die Looks wurden nicht eins zu eins aus Drei Engel für Charlie übernommen und Dauerwelle gibt es auch keine. Sämtliche Styles wurden für ihr modisches Comeback cleaner und edler interpretiert. Jeder Trend ist gestaffelt in einen Grundschnitt und drei Styling-Varianten.

Der Modern Wedge

Sleek and geometric! Die schmal geschnittene Nackenpartie, das volle Deckhaar und die generell harten Konturen der grafischen Kurzhaarfrisur verleihen der Trägerin ein androgynes und cleanes Aussehen. Die Überlänge des Deckhaars lenkt den Blick auf Gesicht und Augenpartie.

Zugegeben, bei Kurzhaarfrisuren gibt es nicht ganz so viele Style-Variationen, wie mit längeren Looks. Dafür haben es die Schnitte optisch meist in sich. Um echten Hollywood-Glamour in den Schnitt zu zaubern, werden die Haare am Hinterkopf locker hoch toupiert und stehen im starken Kontrast zum glatt gescheitelten Deckhaar. Ein Look für Filmdiven, eben richtig schön Retro.

Wem Hollywood zu exzentrisch ist, darf beherzt zum Lockenstab greifen. Für Wellen und Curls braucht es keine lange Mähne! Mit den passenden Stylingprodukten wird aus glattem Short-Cut ein wilder Lockenkopf. Long live Rock’n’Roll!

Trendy Shag

Der mittellange Seventies Shag bekommt ein Makeover! Die Nackenpartie wird lang, die Seitenpartien kürzer und runder und der konkave Pony darf voll und rund über die Stirn fallen. So wird der Mid-Cut zu einem echten Hingucker. Lust auf neue Farbe? Dann empfehlen die Experten für diesen Look einen warmen Braunton, verfeinert mit hellblonden Akzenten. So wirkt der Look edel und weiblich, sowohl in Farbe als auch Schnitt.

Frisch vom Friseur? Nein, frisch vom Strand. Mit Beachwaves wird dieser Look zum haargewordenen Äquivalent der Siebziger. Mit etwas Nacharbeit mit dem Lockenstab entsteht ein lässiger Style und der Pony wirkt mit seiner Überlänge bis auf Augenhöhe provokant und rebellisch.

Ein Lockenstab mit geringem Durchmesser zaubert aus dem Mid-Cut einen runden Lockenkopf im Afro-Look. Die Locken sind nach Geschmack und Lockenstab-Durchmesser natürlich variabel. Funky ist dieser Look aber allemal!

Red Seventies

Bei langem Haar wird die weiche, klare Form des Schnitts sauber geföhnt und mittig gescheitelt. Durch die sanfte Stufung der vorderen Stirnpartie wird das Gesicht seitlich eingerahmt. Besonders vorteilhaft bei vollerem Gesicht. Als Farbe für diesen Cut empfehlen die Experten einen natürlichen Kupferton.

Siebziger? Farrah Fawcett! Angelehnt an den Kult-Look der Schauspielerin werden die weich gestuften Strähnen um das Gesicht nach außen geföhnt.

Wenn es etwas wilder sein darf, heißt es Dancing Queen 2.0. Das Besondere? Mit viel Volumen und Seitenscheitel kann der Grundschnitt auch – grrr – „verrucht“. Hilfe bieten die richtigen Stylingprodukte. So bleibt der Look ein Look, auch auf der Tanzfläche.

Die Trendmacher

Credit: ZV Friseurhandwerk
Sie haben die Haare schön! Das Team des ZV Friseurhandwerks

Zweimal pro Jahr kreiert das Modeteam des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) die Haarstyles der Saison und die dazu passenden Make-up-Kreationen. Die Trendmacher sind (v. l. n. r.): ZV Art Director Antonio Weinitschke, Susi Hoffmann, Kai Mögling, Annemarie Graf, Steven Meth (stellv. Art Director), Anja Bassenauer, Ansgar Bannert und Sarah Scherer.