Tatjana Hüls aus Hückelhoven | Credits: SAT.1

Nackt-Experiment gelungen? Interview mit Teilnehmerin Tatjana Hüls

Tatjana Hüls war hautnah beim ersten Nacktexperiment im deutschen Fernsehen mit dabei. Sie ist eine der Teilnehmerinnen bei „No Body is perfect“, ein neues TV-Format von SAT.1. 

Die 20-jährige aus Hückelhoven plagen Selbstzweifel. Sie fühlt sich mit ihrem Körper nicht wohl. Mit den Coaches Paula Lambert, bekannt unter anderen duch „Paula kommt“ auf Sixx, Fotografin, Curvy-Model und Body-Positivity-Aktivistin Silvana Denker, Tanzpädagogin Sandra Wurster und Daniel Schneider, Plus-Size-Model, möchte sie in der Sendung ihr altes Selbstbewusstsein zurück gewinnen. Nur vier Tage dauert das Experiment, das die Selbstliebe stärken soll. Gedreht wurde auf Mykonos.

„Ich will mich endlich wieder wohl fühlen. Nur für mich!“ Tatjana Hüls

Was Tatjana und die zwei weiteren Protagonisten bei der Ankunft auf der griechischen Insel nicht wissen: Alle vier Coaches sind während des Body-Positivity-Experiments nur mit Bodypaintings „bekleidet“ und – die TeilnehmerInnen sollen sich am vierten Tag nackt am „Nacked Beach“ in die Meeresfluten wagen. Schon am Ankunftstag starten die Challenges und so lautet die erste Aufgabe, sich 20 Minuten nackt im Spiegel zu betrachten um darin etwas zu entdecken, das man schön an sich findet.

PlusPerfekt sprach mit Tatjana über „No Body is perfect“ und wie es ihr bei den TV-Aufnahmen ging.

1. Tatjana, welche Challenge fiel dir am schwersten?

Tatjana Hüls: Anfangs fiel mir die Spiegel-Challenge am schwersten, doch am Ende war es dann doch der „Naked Beach“, der mir alles abverlangte. Ich kann trotz alledem für mich sagen: Ich habe mein Ziel erreicht!

2. In der Gruppe motiviert man sich gegenseitig. Wie war es für dich als du wieder zuhause warst – ohne Mitstreiter und ohne Coaches?

Tatjana Hüls: Tatsächlich habe ich mich mit der Gruppe immer wieder über WhatsApp ausgetauscht. Trotzdem muss ich sagen, dass ich auf mich alleine gestellt war und ich alles bis jetzt sehr gut gemeistert habe. Jetzt fühle ich mich in vielen Dingen viel wohler, ich denke viel weniger nach, was andere über mich denken und versuche das zu machen, was mir Spaß macht und mir Freude bereitet.

3. Hattest du vor der Ausstrahlung der Sendung Bedenken, wie dein privates und dein berufliches Umfeld darauf reagieren?

Tatjana Hüls: Auf jeden Fall hatte ich etwas Angst, gerade weil viele nur „das Nackt-Experiment“ gelesen haben. Am Ende muss ich selbst dazu stehen, was ich da gemacht habe – und ich finde alles gut, so wie es war! Ich habe nichts, wofür ich mich schämen muss und das ist doch tatsächlich die Hauptsache.

Als ich mich im Fernsehen gesehen habe, war das schon eigenartig, noch mal damit konfrontiert zu werden. Doch es wurde super schön geschnitten, daher bin ich auch total froh!

5. In der Sendung solltest du beim Blick in den Spiegel drei Attribute nennen, die du an deinem Körper schön findest. Wie lautet heute deine Antwort auf diese Frage?

Tatjana Hüls: So viel hat sich nicht geändert. Ich liebe nach wie vor immer noch meine Haare, meine Augen und mein Lächeln. Trotzdem mag ich meinen Körper jetzt so, wie er ist und meine Rundungen gehören auch zu mir. Sonst wär ich nicht ich.

6. Hast du aufgrund des Nacktexperiments und deiner Erfahrungen danach ein paar Tipps für Frauen, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind?

Tatjana Hüls: Ich würde erst mal anfangen, auf mich selbst zu hören und gar nicht darauf, was andere sagen. Schaut einfach auf euch und gönnt euch und eurem Körper die Ruhe, macht euch keinen Stress. Es ist egal, wenn andere euch vielleicht nicht hübsch finden. Fangt an, euch selbst zu lieben, indem ihr viel Zeit mit eurem Körper verbringt. Die Kunst ist es, das vermeintlich Schlechte gar nicht aufzunehmen.

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