Trenchcoat-Liebe | Foto: Janna Christin Rühl

Trenchcoat meets Volant: So stylst du den Modeklassiker

Dieser textile Klassiker hat Filmgeschichte geschrieben. Ob Humphrey Bogart in „Casablanca“, Audrey Hepburn in „Breakfast at Tiffanys“ oder Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“. Sie alle vereint ein Allroundtalent, das Modegeschichte geschrieben hat. 

Ein Trenchcoat ist nie wirklich out und über Jahrzehnte hinweg der Modeklassiker schlechthin. Er passt zu Sneakers und lässiger Jeans ebenso wie zum repräsentativen Power Suit, zu Pumps und Kostüm oder dem kleinen Schwarzen. Der Trenchcoat wird offen getragen, den Gürtel bindet man locker am Rücken zusammen. Selbst an kühlen Tagen wird er von Insidern nicht zugeknöpft. Lediglich das Klapp-Revers wird übereinander geschlagen und der Gürtel vorne mit einem Knoten zusammen gebunden. Den Gürtel durch die Schließe ziehen – ein absoluter Fashion-Fauxpas!

Die fünf Trenchcoat-Kriterien

Doch was ist ein Trenchcoat, was „nur“ ein Mantel? Für dich fünf Insider-Tipps, mit denen du schnell einen Trenchcoat identifizieren kannst:

1. Die Schulterklappen, Epauletten genannt

2. Der Koller, eine Art Überwurf auf den Schultern

3. Die doppelreihige Knopfleiste

4. Der Gürtel mit Schnalle

5. Der komfortable Gehschlitz

Suzan Ismailoglou ist Fashion Stylistin. Zusammen mit ihrem Team* und Curvy Model Fine Bauer hat sie für uns einen Trenchcoat mit femininem Volant in Szene gesetzt. Eine extravagante Variante, des sonst puristischen und maskulin anmutenden Kleidungsstücks.

Suzan, was hat dich zu diesem Look inspiriert?

Suzan Ismailoglou: Unser Model Fine. Bevor ich mit meiner Recherche für ein Fashion Editorial beginne, sehe ich das Model vor Augen und visualisiere Farben, Schnitte und einen bestimmten Stil. Dieser Vision gebe ich nach und versuche ihn umzusetzen. Diesmal wollte ich einen sinnlichen, aber auch coolen Look kreieren, der den Fashion-Klassiker und hochwertige Materialien vereint und zudem den Körper umschmeichelt. Ich möchte mit dem Look Selbstbewusstsein und Power präsentieren.

Worauf sollte man beim Nachstylen achten?

Suzan Ismailoglou: Der verspielte Volant des Trenchcoats ist ein Eyecatcher, deshalb sollte das Darunter deutlich minimalistischer sein. Ich habe einen eleganten Wickelrock und ein fließendes Top gewählt. Der Rock sollte nicht zu eng sitzen, damit sich die überdeckenden Kanten sowohl beim Stehen als auch beim Sitzen über Bauch und Hüfte nicht zu weit öffnen.

Der Trenchcoat gehört zu den Fashion Klassikern. Glaubst du, dass auch diese stylische Modifikation über Jahre hinweg tragbar ist oder ist es eher ein IT-Piece der Saison?

Suzan Ismailoglou: Den Trenchcoat kann ich mir nicht weg denken. Er ist zeitlos und wird immer wieder in verschiedenen Stilen eingesetzt. Wenn die modische Variante so gelungen ist, wie in unserem Fall, wird auch sie als Must-have die Saison überdauern.

Ein klassischer Trench hat eine zweireihige Knopfleiste und einen Gürtel. Viele Curvys und Plus Size Frauen haben Bedenken, dass der Zweireiher optisch aufträgt und der Gürtel unvorteilhaft wirkt.

Suzan Ismailoglou: Diese Bedenken kann ich verstehen, daher ruhig den Gürtel offen lassen. Auch das Knoten des Gürtels auf dem Rücken ist nicht bei jeder Körperkontur vorteilhaft. Einfach ausprobieren und schauen wie man sich wohl fühlt. Trend ist das eine, doch das Wichtigste ist immer sich mit dem Look wohl zu fühlen und die Teile so zu tragen und zu stylen wie es einem gefällt.

*) Fotografin: Janna Christin Rühl

Styling: Suzan Ismailoglou

Make up & Hair: Telma Oliveira Periera

Model: Fine Bauer

Assistenz: Fabian Hattendorf

Trenchcoat: REDValentino

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