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Vor- und Nachteile von Dynamic Packaging- und X-Veranstaltern

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Die Sommerferien sind vielerorts vorbei! Manch einer freut sich sogar schon auf die Herbstferien. Ob man online bucht oder vor Ort in das Reisebüro geht: Immer wieder stößt man auf günstige Angebote sogenannter X-Veranstalter. Doch was ist das überhaupt? Gibt es da eventuell Fallen, die aus dem vermeintlichen Reise-Schnäppchen eine Kostenfalle machen und einem den Urlaub ordentlich verhageln? Experten der ARAG haben die Vor- und Nachteile beleuchtet.

Was sind Dynamic Packacking Veranstalter oder X-Veranstalter?

Beide Begrifflichkeiten stehen für ein und dasselbe. Beides sind Anbieter von Pauschalreisen. Erst direkt bei einer Buchungsanfrage wird aus Flug, Transfer, Hotel, Verpflegung und eventuell gewünschten Zusatzleistungen ein Reiseangebot zusammengestellt. Traditionelle Reiseveranstalter hingegen haben feste Kontingente. Diese bestehen aus ausgehandelten und geblockten Leistungen, wie beispielsweise den Sitzplätzen bestimmter Flüge und den Hotelzimmern. Aus diesen Kontingenten werden die Pauschalreisen der Anbieter erstellt und über die jeweiligen Urlaubskataloge zu einem fixen Preis angeboten.

Ein X-Veranstalter dagegen verfügt nicht über derartige Kontingente. Erst wenn eine konkrete Kundenanfrage vorliegt, beginnt ein elektronisches Buchungssystem, die Verfügbarkeiten der verschiedenen Leistungen zu checken. Es wird dabei aus einer Vielzahl von Buchungsoptionen abgefragt und verglichen. Beispielsweise werden Flüge direkt bei den Fluggesellschaften angefragt. Auch Angebote aus den Kontingenten konkurrierender Veranstalter werden einbezogen, falls diese sie nicht verkaufen konnten. Ebenso wird nach dem günstigsten Hotelangebot recherchiert. Sobald die elektronischen Angebote für alle gewünschten Leistungen vorliegen, bündelt sie das System zu einer Pauschalreise. Die Leistungen und Einkaufspreise werden also nicht im Voraus ausgehandelt. Sie werden erst tagesaktuell über das elektronische Buchungssystem recherchiert.

Es gibt Vorteile!

Die Preise sind tagesaktuell. Gibt es also Preissenkungen, werden diese direkt an den Kunden weitergegeben. Auch ist das Angebot oft größer und vielfältiger als das der traditionellen Veranstalter. Auch kleinere Hotels können angeboten werden, die häufig in den Katalogen nicht zu finden sind. Die Veranstalter sind an keine Fluglinie und kein bestimmtes Hotel gebunden. Sie können daher oftmals ausgefallene Buchungswünsche ermöglichen.

Es gibt auch Nachteile!

Für Veranstalter und Fluglinien ist dieser elektronische Marktplatz ein praktischer „Wühltisch“, um – quasi auf Knopfdruck – den noch unverkauften Flugsitz mit einem freien Bett im Premiumhotel zu kombinieren und ihn so doch noch zu verkaufen. Der Pluspunkt für die Kunden: niedrige Preise! Der Nachteil: Die Angebote sind minutenaktuell! Schon innerhalb weniger Minuten kann es zu starken Preisschwankungen kommen. Es kann sogar vorkommen, dass ein Angebot in der Zeitspanne zwischen Buchungsanfrage und Buchung schon vergriffen ist. Eine unverbindliche Reservierung – beispielsweise um sich kurz mit der Familie zu beraten – ist meist nicht möglich. Auch Änderungen an bestehenden Buchungen sind schwierig oder gar unmöglich. Für den, der sich sicher ist, dass er den gebuchten Urlaub antreten kann und will, sind das nur Kleinigkeiten. Sie werden durch den Preis meist mehr als aufgewogen. Trotzdem warnen die ARAG Experten vor dem schnellen Klick auf den Buchungs-Button. Denn dort lauert die Stornofalle!

Achtung – Achtung! Storno!

Buchungen bei Dynamic Packacking- und X-Veranstaltern können sich zwar richtig lohnen. Aber! Die Anbieter verlangen bei Stornierungen gesalzene Gebühren. Ein Anbieter sogar 95 Prozent des Reisepreises. Und das unabhängig davon, wie lange der Abreisetag noch entfernt liegt. Wer bei dem gleichen Anbieter eine Veranstalterreise aus dem Katalog gebucht hat, bei dem wird die übliche Stornogebühr von 20 Prozent bis zum 29. Tag vor Reisebeginn fällig. Erst danach erhöhen sich die Stornogebühren.

Das Fazit!

Wer in der Nebensaison verreisen möchte und sich mit seinem Urlaub langfristig verbindlich festlegen kann, spart mit X-Reisen vermutlich einiges an Geld. Allerdings bitte immer bedenken, dass nachträgliche Stornierungen und Änderungen überdurchschnittlich teuer oder von vornherein erst gar nicht möglich sind.

Quelle: ARAG

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