Gut zu wissen

Vorsicht: Schadsoftware in gefälschten Klarna-Rechnungen

Credit: Watchlist Internet

Watchlist Internet warnt: Derzeit werden gefälschte Klarna-Rechnungen via E-Mail verschickt. Bei den Mails entsteht der Eindruck, der Absender wäre beispielsweise ein Rechtsanwalt oder ein Inkassobüro. Im Betreff steht „Automatische Konto-Lastschrift von Klarna Bank konnte nicht durchgeführt werden“. In der Mail wird man dann dazu aufgefordert weiterführende Informationen zur offenen Forderung einer anhängenden Datei zu entnehmen. Doch Vorsicht! Es handelt sich dabei um eine ZIP-Datei in der sich Schadsoftware verbirgt. Also bitte keinesfalls diese Datei öffnen.

Bei ZIP-Dateien ist übrigens grundsätzlich Vorsicht geboten. In einer ZIP-Datei kann sich ein EXE-Programm verbergen. Es kann Veränderungen am Betriebssystem vornehmen und Schaden verursachen. Die Tatsache, dass die Mail evtl. von einer bekannten E-Mail-Adresse stammt schützt davor nicht. Auch E-Mail-Adressen können „gekapert“ werden. Von daher vor dem Öffnen immer auf Nummer sicher gehen und checken, ob der Mailtext auch tatsächlich schlüssig ist und zum Bekanntheitsgrad des Absenders passt.

Woran erkennen, ob die Rechnung gefälscht ist?

Watchlist Internet hat vier Punkte parat, die auf jeden Fall die stutzig machen sollten:

  1. Es gibt keinen Grund für eine Zahlungsaufforderung, weil keine offene Rechnung zu begleichen ist.

  2. Im Betreff der Nachricht ist von einer Geldschuld bei der Klarna Bank die Rede. Im Text hingegen betrifft es beispielsweise die EBay AG.

  3. Die im Schreiben genannten Rechtanwälte gibt es gar nicht. Das lässt sich leicht durch eine Suchanfrage im Rechtsanwaltsverzeichnis oder im deutschen, bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis klären.

  4. Klarna versendet nie Rechnungen im ZIP-Format. Das ist unseriös und gefährlich, denn sehr oft verwenden Kriminelle dieses Format um Schadsoftware zu verbreiten.

Watchlist Internet hat dazu ein sehr informatives Erklärvideo erstellt.

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