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Zeig mir deine Füße und ich sag dir wie du bist

Wir verstecken sie den ganzen Tag in Socken und Schuhen. Erst mit den warmen Strahlen der Sommersonne kommen sie zum Vorschein. Für viele sind sie ein optisches NoGo, dabei sind sie doch so wichtig für unser ganzes Wohlbefinden. 

Fußpflege ein Frauending?

Wer auf seine Füße achtet und ihnen Gutes tut, der hat auch ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein. Fußpflegefans treiben mehr Sport, nehmen sich Zeit für Wellness und achten auf die eigenen Körpersignale.

Tatsächlich sind die Deutschen zufriedener mit ihren Füßen, als noch in den Jahren zuvor. Gleichzeitig hat die Relevanz von Fußpflege abgenommen. Nur noch knapp die Hälfte erachtet sie für wichtig oder sehr wichtig. Vor zwei Jahren waren es noch zwei Drittel. Unverändert bleibt hingegen das Verhältnis zwischen Frauen (61 %) und Männern (46 %). Fußpflege scheint also eher ein Frauending zu sein. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage im Rahmen der Gehwol Fußpflegetrends.

Mehr als 75 Prozent der Befragten sind mit dem Zustand ihrer Füße zufrieden. Es fällt auf, dass der Anteil der Männer mit 81 % deutlich höher ist, als der der Frauen mit 69 %. Je zufriedener wir mit unseren Füßen sind, desto weniger Wert legen wir auf deren Pflege. Erst im Alter steigt die Bedeutung von Fußpflege generell wieder an.

Ganz schön paradox

Wer unzufrieden ist oder seine Füße gar als „nicht besonders vorzeigbar“ einstuft, sollte doch eigentlich Fußpflege für wichtig halten. Doch das trifft nur für die Hälfte der Betroffenen zu.  Gleichzeitig geben 93 % der Befragten an, dass ihnen die Gesundheit ihrer Füße relevant ist. Das bedeutet, dass zwar jeder gerne gesunde Füße haben möchte, aber nicht nicht alle etwas dafür tun! Und das selbst dann nicht, wenn deren Zustand bereits zu wünschen übrig lässt.

Wer mehr für seine Füße tut, hat im Allgemeinen auch ein höheres Gesundheitsbewusstsein. So ist der Anteil derer, die regelmäßig Sport treiben in der Gruppe der Fußpflege-Muffel deutlich geringer als in der Gruppe der Fußpflege-Motivierten. Letztere gaben auch vermehrt an, auf ihre Körpersignale zu achten. 53 % nehmen sich Auszeiten, um Stresssituationen im Alltag zu kompensieren. Bei den Fußpflege-Muffeln hingegen tun das nur 39 %. Auch im Selbstbewusstsein zeigen sich diese Unterschiede. Über die Hälfte derer, die Fußpflege als wichtig empfinden, sagen von sich, dass sie selbstbewusst sind. Die Gegenseite schafft es hier nur auf 42 %.

Wer sich und seinen Füßen etwas Gutes tun möchte, ist eher bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Erstaunlich ist jedoch, dass gerade bequeme und funktionale Schuhe in der Gruppe der Pflege-Muffel stärker wertgeschätzt werden (83 % im Vergleich zu 76 %), während sogar 24 % der Pflegemotivierten unbequeme Schuhe in Kauf nehmen, wenn diese denn gut zum Outfit passen. Beim Tragen von hohen Schuhen, achten 29 % der Frauen, die mehr Wert auf Fußpflege legen, auch vermehrt auf die Tragedauer oder sie verzichten sogar komplett auf beispielsweise belastende Highheels (56 %).

Drum prüfe wer sich ewig bindet …

In der Beziehung ist sich die Mehrheit der Deutschen einig: 62 % erwarten, dass der Partner Fußpflege als Teil der Körperpflege versteht. Selbst Fußpflege-Muffel erwarten zu 42 % gepflegte Füße vom Partner und dies trotz mangelnder Eigeninitiative in diesem Bereich. Gesunde Ernährung, selbstbewusstes Auftreten und die Wertschätzung der eigenen Bedürfnisse sind in beiden Gruppen Faktoren, die mehr als 75 % der Befragten in einer Beziehung wichtig oder sehr wichtig sind. Regelmäßiger Sport und modisches Schuhwerk wird weniger hoch eingeschätzt. Doch auch hier ist der Anteil innerhalb der Gruppe der Pflegemotivierten höher: Wer sich selbst und seinen Füßen viel wert ist, erwartet das auch vom Partner.

Die Gewohl Fußpflegetrends basieren auf einer repräsentativen Online-Umfrage der GfK Gesellschaft für Konsumforschung. Befragt wurden 1.126 Frauen und Männern in Deutschland ab einem Alter von 18 Jahren. Ziel der Umfrage ist es, das Fußpflegebewusstsein in Deutschland zu ermitteln und herauszufinden, inwiefern es unsere Erwartungen und Eigenschaften beeinflusst. Darüber hinaus wird die Zufriedenheit der Deutschen mit dem Zustand ihrer Füße ermittelt. In diesem Zusammenhang bieten die Ergebnisse einen quantitativen Überblick über die Verteilung gängiger Pflege-Ansichten. Die Befragung findet im Zwei-Jahres Rhythmus statt.

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