Wer bitte denkt während der heißen Sommermonate schon an Weihnachten? Selbst wenn ab Mitte August die ersten Lebkuchen in den Supermarkt-Regalen liegen, löst das doch bei den meisten nur ein Kopfschütteln aus. Nicht so bei meiner Freundin Yvonne.
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Wenn es um Weihnachten geht, ist sie der lebende Beweis, dass Vorfreude und Vorplanung erstaunlich gut zusammenpassen. Bereits als es den klassischen Schlussverkauf noch gab und man nicht rund um die Uhr mit einem Klick bestellen konnte, hatte sie ihre ganz eigene Weihnachtsstrategie. Zum Arbeitsstart nach dem Sommerurlaub hatte sie die Geschenke für ihre Lieben gekauft. Nicht alle vielleicht, aber doch erstaunlich viele. Lange bevor das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet wird, liegen ihre Weihnachtspräsente fix und fertig verpackt bereit. Stylisch und dekorativ, versteht sich von selbst.
Während ich also im Dezember durch die überfüllte Innenstadt hetze, Geschenkpapier suche oder verzweifelt überlege, was ich den Lieblingsmenschen an meiner Seite schenken könnte, obwohl die doch „eigentlich schon alles haben“, kann sie entspannt den Advent genießen. Plätzchen backen, Weihnachtsmärkte besuchen, Kerzen anzünden und ganz nebenbei resümieren, wie besinnlich Weihnachten doch sein kann.
Dabei ist Yvonnes Methode denkbar einfach. Zumindest in der Theorie. Sie lautet: Nicht alles auf die letzten Wochen vor dem Fest schieben. Hier also ihre ganz persönlichen Tipps für einen entspannten Start in die Weihnachtszeit.
Geschenke kaufen, wenn noch keiner „Last Christmas“ hört
Weihnachtsgeschenke im Dezember kaufen, das ist für Yvonne purer Stress. Zum zehnten Mal „Last Christmas“ im Radio, Menschenmengen, volle Parkhäuser, lange Schlangen und die quälende Frage „Was schenke ich bloß?“. Wer sich schon während des Jahres Wünsche notiert und im Sommer mit der Planung beginnt, hat die Zeit auf seiner Seite. Und Zeit ist beim Schenken ein wichtiger Faktor. Statt irgendetwas zu kaufen, nur weil es schnell gehen muss, lässt sich in Ruhe gut darüber nachdenken, was zu den Lieblingsmenschen wirklich passt.
Für den Musikfreund ein Konzertticket. Tourneen für das Folgejahr werden oft im Sommer angekündigt. Ski-Kleidung etwa wird im Sommer-Sale meist drastisch reduziert. Viele Spielzeug-Läden leeren im Sommer das Lager, damit es Platz fürs Weihnachtsgeschäft gibt. Damit lockt so mancher Spieleklassiker zum Schnäppchenpreis. Schlafsäcke oder Rucksäcke gibt es im Spätsommer oft im Ausverkauf.
Für eine persönliche Note sorgen personalisierte Weihnachtsgeschenke. Mit Fotos oder individuellem Spruch gestaltete Thermobecher, Tassen oder Memorys lassen sich bereits jetzt kaufen. Lange Sommerabende eignen sich ideal, um die dafür passenden Fotos auszuwählen. Eigene Likörkreationen oder selbst eingekochte Marmelade sind eine Idee für süße Schnuten. Selbst Geschenke, die eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, sind kein Problem mehr. Das Geschenk ist gefunden? Kaufen. Einpacken. Haken dahinter. Und bitte bis zum 24. Dezember keinesfalls vergessen, wo man es verstaut hat.

Bevor der nächste Weihnachtswichtel einzieht
Kaum gibt es die ersten Weihnachtsdekos im Laden, beginnt für viele die Schnäppchenjagd. Lichterketten! Kugeln! Wichtel! Noch ein Stern! Bevor die heimische Weihnachtsdekoration weiter wächst, lohnt sich ein Blick in die vorhandenen Kisten. Was ist noch da? Was gefällt noch? Vielleicht braucht die alte Deko gar keinen Ersatz, sondern nur eine kleine Auffrischung. Ein neues Arrangement und ein bisschen Kreativität lassen aus bekannten Lieblingsstücken etwas Neues entstehen.
Ging ein Teil beim Wegräumen der Deko kaputt oder fehlt etwas, dann kommt es auf eine Liste, die am besten ganz oben auf der Weihnachtskiste klebt. Oder schon im Januar in den Kalender fürs neue Jahr eingetragen wird. Klingt banal, ist aber wirkungsvoll und verhindert, dass genau dieses Teil beim nächsten Weihnachtsfest beim Dekorieren des Christbaums fehlt oder gleich fünf identische Lichterketten zur Auswahl stehen.
Wer feiert eigentlich wo?
„Wo feiern wir dieses Jahr Weihnachten?“ Eine Frage, die ziemlich zuverlässig irgendwann im Dezember auftaucht. Gerne dann, wenn alle Beteiligten ohnehin schon zig Termine, Weihnachtsfeiern und andere Verpflichtungen im Kalender stehen haben.
Dabei lässt sich zumindest die grobe Richtung bereits im Herbst klären. Wo wird gefeiert? Wer kommt? Wer kümmert sich um das Essen? Und gibt es tatsächlich wieder den „berühmten“ Kartoffelsalat oder darf es mal was Neues sein? Eine zeitige Absprache verhindert, dass die Organisation an einer einzigen Person hängenbleibt. Früh planen, aber ein kleines Fenster für spontane Ideen offen lassen. Denn ein durchgetaktetes Weihnachtsfest klingt eher nach Projektmanagement als nach besinnlichen Feiertagen.
