Anzug-Guide: 6 Regeln für den perfekten Anzug

Anzug-Guide: So trägt man(n) Anzug – 6 Regeln für Männer mit Stil

Ob im Business oder bei einem festlichen Anlass – früher oder später braucht jeder Mann einen stilvollen Anzug. Er ist das Must-have in der Herren-Garderobe und verleiht seinem Träger das gewisse Etwas, ohne das es in so manchen Situationen nicht geht.

Doch einfach nur einen Anzug anziehen, das wäre zu einfach gedacht, denn auch sie unterliegen Modetrends und die falsche Farbwahl kann die beste Absicht ad absurdum führen. Rene Marko Lehmann, bekannt aus dem TV-Format „Zwischen Tüll und Tränen“, führt ein Geschäft für Abendkleider, Brautmode und Anzüge. Er hat für PlusPerfekt die wichtigsten Dos und Dont’s beim Anzugkauf zusammengestellt.

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1. Das passende Sakko

Ein Sakko muss sitzen, keine Frage. Gerade Anzug-Einsteiger sollten nicht einfach von der Stange kaufen, sondern sich von einem Experten / einer Expertin beraten lassen. Die Investition in ein maßgeschneidertes Sakko mag auf den ersten Blick teuer erscheinen, wird aber durch guten Sitz belohnt. Experten empfehlen zudem das geeignete Textil und den für die Körperkontur am besten geeigneten Cut. Wichtig ist auch die Wahl der Farbe. So kann ein Grauton bei grauem Haar den Träger blass oder älter erscheinen lassen, ein frisches Blau dagegen jung und dynamisch wirken.

2. Der Knopf macht den Unterschied

Ob ein Sakko offen oder geschlossen getragen wird, daran erkennt man den Experten. Grundsätzlich gilt: Bei zweireihigen Sakkos werden alle Knöpfe geschlossen, selbst bei weniger formellen Anlässen. Bei einem einreihigen Sakko, egal ob mit zwei, drei oder vier Knöpfen untereinander, bleibt der unterste Knopf offen. Lediglich bei sehr lässigen Anlässen oder einem sportlichen Schnitt darf das Sakko auch mal offen getragen werden.

3. Hinsetzen will gelernt sein

Was sich einfach anhört, wird in der Realität oft falsch gemacht. Das Hinsetzen ist gewissermaßen die Meisterprüfung, wenn Mann Anzug trägt. Es gilt: Ein zweireihiger Anzug bleibt immer geschlossen! Im Gegensatz dazu wird bei einem Einreiher immer kurz vor dem Hinsetzen die Jacke aufgeknöpft und unmittelbar nach dem Aufstehen wieder geschlossen. Gleiches gilt übrigens auch bei Damenblazern. 

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4. Die Länge der Ärmel beachten

Als einfache Faustregel gilt: Ein Sakkoärmel endet etwa ein bis maximal zwei Fingerbreit über der Daumenwurzel. So kann die Hemdmanschette leicht (maximal einen halben Zentimeter) unter dem Sakkoärmel hervorschauen.

5. Die perfekte Anzughose

Die Hose muss am Po sitzen, heißt das Hosenbein darf nicht nach unten ziehen oder gar Falten schlagen. Das Ende des Hosenbeins wird übrigens Hosenknick genannt. Dieser sollte bei einem klassischen Schnitt mit einer leichten Falte vorne den Schuh berühren, die hintere Fersenkappe ist mindestens halb bedeckt. Bei Hosen mit schmalem Bein ist die ideale Hosenlänge etwas kürzer. Bei sehr modischen eng geschnittenen Anzügen darf schon mal der Knöchel blitzen oder das Hosenbein wird hoch gewickelt. Dies ist jedoch eher den Fashion-Misters unter den Anzugträgern zu empfehlen, weil Trends schnell wieder aus der Mode kommen können.

6. Auf Krawatte, Schuhe & den Gürtel achten

Für die Krawatte gilt: Sie muss immer bis zum Hosenbund reichen. Gürtel und Schuhe haben die gleiche Farbe und sind idealerweise auch aus dem selben Material. Im Business trägt man Ledergürtel und Lederschuhe. Im Sommer darf es zu einem Sommerschuh oder einer sportlichen Hose auch ein Stoffgürtel sein. Die meisten Ledergürtel haben fünf Löcher. Hat der Gürtel die optimale Länge, dann sitzt der Dorn im mittleren Loch.

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