Digitales Kunstprojekt: Der NFTits Club will Frauen stärken und Body Positivity fördern | Credit: Pixabay

Metaverse & NFT: Der NFTits Club will Frauen stärken und Body Positivity fördern

Blockchain, Metaverse, NFT: Alles Tech-Begriffe rund um das „digitale Gold“, die man zumindest aus den Medien kennt und bei denen viele in Goldgräberstimmung verfallen. Spannend in diesem Kontext ist der NFTits Club, gegründet von Schauspielerin und Model Billie Van Der Veen. Bei ihrem Projekt handelt es sich um eine Kunstsammlung, die Frauen fördern und ihr Selbstbewusstsein stärken will. 

Blockchain: Sicherheit an der Kette

Beginnen wir mit der Blockchain. Stark vereinfacht dargestellt ist sie eine Kette von Datenpaketen, in denen digitale Informationen über Transaktionen abgelegt sind. Beispiel: Kauft jemand im Internet eine Bluse, wird diese Transaktion in einem Datenpaket abgespeichert, wobei dieses Datenpaket auch den „digitalen Fingerabdruck“ – man nennt es Hashwert –  des vorherigen Datenpakets enthält. Damit entsteht eine Verknüpfung des Blusenkauf-Datenpakets mit dem vorher erstellten. Dieser Prozess erfolgt kontinuierlich, so dass sich eine Kette aus verschiedenen Datenpaketen ergibt, die immer in Beziehung zueinander stehen. Vergleichbar mit den Gliedern einer Kette. Man spricht deshalb von einer Blockchain, einer Datenblock-Kette, die die Sicherheit aller bereits erfolgten Transaktionen gewährleistet. Die so erzeugte Kette ist nicht mehr veränderbar. Eine Datenmanipulation eines früheren Datenblocks würde erkannt werden, weil die darin enthaltenen Hashwerte dann nicht mehr übereinstimmen.

NFT: Eine nicht austauschbare Wertmarke

NFT steht für Non-Fungible Token, sinngemäß übersetzt ist es eine nicht austauschbare Wertmarke, Merkmal oder auch Münze. Mit NFTs werden digitale Produkte gehandelt, wie beispielsweise Kunst oder Musik und sie dienen als Währung innerhalb von Computerspielen. Der Non-Fungible Token hat dabei die Funktion einer Art Besitzurkunde oder eines Echtheitszertifikats. So verkaufte Christie’s im Jahr 2021 ein digitales Werk des Künstlers Beeple alias Mike Winkelmann. Rund 70 Millionen Dollar wurden für die Bilddatei „Everydays“ bezahlt. Die Collage aus 5.000 Fotos besteht aus 21.069 mal 21.069 Pixeln (auf Deutsch: Bildpunkte).

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Der von der Schauspielerin Billie Van Der Veen gegründete NFTits Club ist ein von Frauen geleitetes Kunstprojekt, das Frauen fördern und stärken, Body Positivity unterstützen und Veränderungen anstoßen möchte. Hierfür verkauft der NFTits Club eine Sammlung aus 7.777 digitalen Illustrationen auf denen weibliche Oberkörper zu sehen sind. 30 Prozent der Gewinne werden an wohltätige Organisationen gespendet, deren Fokus auf Gleichstellung, die weltweite medizinische Versorgung von Frauen und deren Weiterentwicklung liegt.

Inspiriert werden die Künstler|innen von Freund|innen und Verwandten, die gegen Diskriminierung oder auch Krankheiten wie Krebs kämpfen, von körperlichen und sexuellen Übergriffen oder häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Illustrationen zeigen ihre Interpretation der Schönheit und Stärke des weiblichen Körpers. Persönliche Kunstwerke, die die Geschichten der Künstler|innen erzählen und damit auch, warum sie Teil des Clubs geworden sind, sagt Van Der Veen.

NFTits Club setzt Frauen in den Mittelpunkt

Mit dem Launch des Clubs, wurden einige interessante Fakten bekannt: So werden nur 16 Prozent der NFTs sowie 30 Prozent der Krypto von Frauen gehalten. Die Tech-Bereiche NFT und Krypto sind also auch in Männerhand. „Wir müssen viel tun, um mehr Menschen von unserer Mission zu überzeugen. Aber wir glauben, wir schaffen das, weil unsere Künstler|innen eine positive Stimme sind“, sagt die Gründerin Van der Veen.

Ihr Projekt ist kein Einzelfall. Immer wieder liest man davon, dass NFT-Kunstwerke geschaffen wurden oder in Planung sind, die hohe Erlöse erzielen sollen. Mit NFT Kunst kann also durchaus spekuliert werden. Wobei Billie Van Der Veen davon überzeugt ist, dass nur jene NFT-Kunstwerke gute Erlöse bringen, die auch einen guten Zweck verfolgen.

Investitionen scheinen vielversprechend

NFTs sind im Kunstbereich beliebt, weil sich damit für Künstler|innen ein neuer Weg erschließt Geld zu verdienen und, weil Investoren mit einem guten Riecher, etwas Glück und einer passenden Strategie durchaus Gewinne einfahren können, wenn sie denn in die richtigen Kreationen investieren. Dass diese Werke gewinnbringend sein können, zeigen die hohen Preise, mit denen sie über den virtuellen Ladentisch gehen. Doch es ist Vorsicht geboten, denn es gibt keine Gewinngarantie. Das sollte man nie ausser Acht lassen. Wie auch beim Kryptomarkt bewegt man sich in Sachen Prognosen auf relativ unsicherem Terrain. Auf vertraute Finanzpartner wie die Bankfiliale um die Ecke kann man nicht setzen, denn Bitcoins kaufen bei der Sparkasse geht nicht. Gekauft wird im Internet bei Krypto-Börsen und Handelsplätzen für digitale Assets, auch das ist für viele ein neues und unsicheres Terrain. Auf Handelsplattformen wie Coincierge oder auch in einer Anzeigensonderveröffentlichung des Handelsblatts werden Testsieger genannt oder es gibt Empfehlungen für Broker im Kryptohandel.

Entscheidend ist bei NFTs die Nachfrage. Gibt es keine Nachfrage, so steigt auch nicht der Preis. Deshalb sollte man nicht in Goldgräberstimmung verfallen und sich in waghalsige Investitionen stürzen. Besser nur frei zur Verfügung stehendes Geld investieren, lautet die Empfehlung von Experten.

tb
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