Gut zu wissen

Tierisch ernst: ÖKO-TEST nimmt vegane Kosmetik unter die Lupe

Vegane Kosmetik bedeutet leider nicht gleich qualitativ hochwertige Kosmetik. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in der Januarausgabe: 29 tierfreie Produkte wurden ins Labor geschickt. In einigen stecken krebsverdächtige, allergieauslösende oder teilweise sogar verbotene Schadstoffe. Zwei sind nicht verkehrsfähig!

Die meisten von ÖKO-TEST untersuchten veganen Kosmetika sind empfehlenswert. Doch leider gibt es auch einige schwarze Schafe. So sind zwei der getesteten Nagellacke nicht verkehrsfähig. Einer von ihnen enthält freies Phenol. Das ist in der Kosmetikrichtlinie der EU als verbotene Substanz gelistet. Beim zweiten Nagellack fand das Labor Methylpyrrolidon. Dieser Stoff kann wahrscheinlich ein ungeborenes Kind im Mutterleib schädigen, weshalb er laut Europäischer Kommission in Kosmetika in der von ÖKO-TEST gefundenen Menge verboten ist. Eines der getesteten Shampoos wies in der Analyse deutlich den krebsverdächtigen Stoff Anilin auf, aber auch bedenkliche Parabene sowie den Duftstoff Isoeugenol, der vergleichsweise häufig Allergien auslöst.

ÖKO-TEST wollte zudem wissen, ob die vegane Kosmetik wirklich komplett ohne tierische Bestandteile auskommt. Denn in vielen Cremes stecken Bestandteile wie Glycerin. Derartige Inhaltsstoffe können sowohl mit tierischen Bestandteilen als auch rein pflanzlich hergestellt werden. Die meisten Hersteller konnten ÖKO-TEST Nachweise zur veganen Herkunft der Rohstoffe schicken. Drei Hersteller blieben jedoch eine Antwort schuldig.

Quelle Titelbild und Text: Öko-TEST

%d Bloggern gefällt das: