Die Sommerferien sind vorbei. Der Alltag nimmt wieder Fahrt auf. Zwischen Stundenplänen, auslaufsicherer Trinkflasche, ergonomisch geformtem Schulranzen, wegrollsicherem Schulfüller mit rutschfester Griffzone und so manch anderen Schulutensilien kommt schnell das Gefühl auf, schon vor dem ersten Schultag den Terminen hinterherzulaufen.
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Da hilft es kurz inne halten und ein paar Tage vor Schulbeginn mit den Vorbereitungen zu beginnen. Das entzerrt und bringt nach der lockeren Ferienzeit wieder Struktur in den Alltag. Im ersten Schritt geht es darum, sich einen Überblick zu verschaffen. Dann geht es an die Planung.
Termine zentral eintragen
Es hört sich so selbstverständlich an und doch wird es meist nicht gemacht. Einfach das wöchentliche Fußballtraining, die Klavierstunden, die eigenen beruflichen Termine und den nächsten Elternabend in einen Kalender eintragen. Denn mit Beginn des neuen Schuljahres füllt der sich meist schneller, als einem lieb ist. Einzelne Post-its am Kühlschrank sind zwar ein erster Schritt, helfen aber nur bedingt. Zwar erinnern sie an den ein oder anderen Termin, machen das große Ganze aber nur selten übersichtlicher.
Praktisch ist da ein klassischer Jahreskalender. Idealerweise platziert an einer zentralen Stelle. Die Küche oder der Flur eignen sich gut dafür. Alle Termine werden direkt in diesem Kalender eingetragen. Jedes Kind bekommt seine eigene Farbe, sodass für jeden auf einen Blick sichtbar ist, was alles ansteht und wo es möglicherweise Überschneidungen gibt. Auch geplante Ausflüge, Omas Geburtstag und der Hochzeitstag (sicher ist sicher, Anm. der Red.) finden darin ihren würdigen Platz.
Ist das Kind bzw. die Kinder schon etwas älter, gibt es auch digitale Jahres- und Schulkalender, die via Smartphone und Tablet gemeinsam von Schülern und Eltern genutzt werden können. Neben reinen Schulplaner-Apps bieten Familienkalender-Apps die Möglichkeit, neben den schulischen Terminen auch Hobbys, Arzttermine und den Haushaltsalltag zu koordinien.
Kleine Routinen, die den Alltag entspannter machen
Ein paar einfache Routinen helfen, den Tag nicht schon zwischen Frühstück, Schultasche und der Suche nach dem Sportbeutel mit Stress beginnen zu lassen.
Am Abend vorausdenken
Den Schulranzen packen, die Kleidung bereitlegen und alles Wichtige für den nächsten Tag zusammensuchen. Vieles lässt sich am Vorabend erledigen. Das spart morgens Zeit, verhindert unnötige Sucherei und vermeidet in letzter Konsequenz auch noch Ärger.
Ein gemeinsamer Treffpunkt
Ein gemeinsames Frühstück oder zumindest eine Tasse Kaffee oder Tee am Küchentisch schaffen einen Moment, in dem die Familie zusammen in den Tag startet. Perfekt auch, um noch einmal kurz durchzusprechen, was an dem Tag alles ansteht.
Wöchentlicher Termin-Check
Ein Blick in den Planer noch vor dem Wochenende macht sichtbar, welche Termine und besonderen Ereignisse in der kommenden Woche anstehen und was noch vorbereitet oder geklärt werden muss.
Aufgaben aufteilen
Der Schulstart ist Familienorganisation und sollte nicht allein bei den Eltern liegen. Spätestens zu Beginn eines neuen Schuljahres lohnt es sich, die Aufgaben innerhalb der Familie neu zu verteilen und die Kinder ihrem Alter entsprechend einzubeziehen. Das beginnt mit dem selbstständigen Packen der Büchertasche bis hin zur Hausaufgabenbetreuung durch die älteren Geschwister. Die Fahrten zum Training oder zum Musikunterricht kann man gegebenenfalls mit anderen Eltern abstimmen. Wer übernimmt welchen Weg? Welche Termine lassen sich verbinden? Ein kurzer Austausch hilft, die Organisation im Alltag deutlich zu erleichtern.
Kleiderschrank-Check: Was wird wirklich gebraucht?
Der Neustart nach den Sommerferien ist ein idealer Zeitpunkt, den Kleiderschrank mal wieder unter die Lupe zu nehmen. Was passt noch, was wird tatsächlich getragen? Welche Teile sind zwar noch gut, werden aber kaum getragen? Die Sommerkleidung wandert im Schrank nach hinten. Nur T-Shirts, die für den Sportunterricht geeignet sind, bleiben griffbereit.
Was nicht mehr angesagt ist, wird aussortiert. Dabei unbedingt die Kinder mitentscheiden lassen. Je älter sie sind, desto wichtiger ist ihr eigener Geschmack. Werden sie beim Aussortieren und Zusammenstellen einbezogen, schafft das nicht nur Platz, sondern stärkt auch ihr Bewusstsein dafür, welche Kleidung zu ihnen passt und was sie tatsächlich brauchen.
Gut erhaltene Kleidung kann für ein anderes Kind zum Lieblingsteil werden, wenn sie auf dem Flohmarkt einen neuen Besitzer findet. Es gibt noch keinen Schulflohmarkt? Dann ist das doch schon mal eine gute Idee für den neuen Elternbeirat.
