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5 Tipps für einen nachhaltigeren Kleiderschrank | Nachhaltiger Kleiderkonsum

Kleiderkonsum neu gedacht: 5 Tipps für einen nachhaltigen Kleiderschrank

Der Weg zu einem nachhaltigen Kleiderschrank ist gar nicht so schwer wie du vielleicht denkst. Wir haben für dich recherchiert worauf du dabei achten solltest.

Kleiderkonsum neu gedacht

Jährlich werden mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke neu produziert. Konsumenten werden über Werbespots, Anzeigen, Newsletter oder die sozialen Medien dazu inspiriert, sich genau diese neuen Trends zu kaufen. Doch seit einigen Jahren gibt es dazu in den Sozialen Medien eine Gegenbewegung die immer lauter wird. Influencer wie Marie Nasemann rufen via Social Media dazu auf, nachhaltiger zu Leben.

Und dazu gehört unter anderem auch, Mikroplastik aus seiner Kosmetik zu verbannen und seine Kleidungsstücke anders zu behandeln oder zu erwerben als in der Vergangenheit. Denn ob für Kinder oder Erwachsene, füllige oder schlanke, große oder kleine Menschen – es gibt zahlreiche Plattformen und verschiedenste Möglichkeiten deine Garderobe nachhaltiger zu gestalten.

Fünf Tipps für einen nachhaltigeren Kleiderschrank

Viele Moderiesen haben mittlerweile erkannt, dass sich die Zukunft in eine grüne Richtung entwickelt. Einige aus Überzeugung, andere nur aus Marketinggründen. Nichts desto trotz bedeutet dies, es werden vermehrt recycelte Materialien oder Bio-Baumwolle verwendet und es wird verstärkt darauf geachtet, wie und wo produziert wird. Doch es ist nicht nur von Seiten der Modeindustrie noch viel zu tun. Mit diesen Tipps kannst auch du zu einem kleineren ökologischen Fußabdruck beitragen.

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Tipp 1: Reparieren statt Wegwerfen

Hand aufs Herz: Wie oft wird ein Kleidungsstück, das ein Loch hat, eingerissen oder der Reißverschluss kaputt ist, zunächst auf einen „Reparier-Stapel“ aussortiert, letzten Endes dann doch weggeworfen und dafür etwas Neues gekauft. Eine Auswirkung der Überflutung mit billigen Kleidungsstücken der Fast Fashion Industrie. Doch der Gang zum Schneider um etwas reparieren zu lassen feiert sein Comeback. Zwar ist er noch immer sehr selten, aber gerade bei hochwertigen Kleidungsstücken solltest du darüber nachdenken. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Selbst wenn dir ein Look nicht mehr gefällt, kann aus dem Kleidungsstück ein DIY-Projekt werden. Im Internet gibt es viele kreative Inspirationen wie du aus zerschlissenen Jeans stylische Taschen machst oder mit etwas Kreativität deine Kleidung upcycelst.

Tipp 2: Die richtige Pflege deiner Kleidung

Je schonender du mit deinen Pieces umgehst, desto länger bleiben sie dir erhalten. Dazu zählt auch zu häufiges Waschen. Jeder Waschgang strapaziert die Fasern. Je seltener du also deine Kleidung wäschst, desto länger bleiben die Fasern frisch. So muss ein Shirt mit einem kleinen Fleck nicht gleich in die Waschmaschine. Probier erst mal ihn unter dem Wasserhahn zu entfernen. Es gibt zudem viele umweltfreundliche Waschmittel und Bio-Waschmittel, die deine Kleidung beim Waschen schonen und das Abwasser nicht mit Chemikalien belasten. Wasche nur, wenn die Waschmaschine richtig voll ist. Bei normal verschmutzter Kleidung reicht schon ein Waschgang bei 30 Grad.

Auch Lüften vollbringt wahre Wunder. Kleidungsstücke aus Naturwolle haben oft eine Art „Selbstreinigungsfunktion“. Jacken brauchen selten eine richtig nasse Reinigung. Meist hilft Lüften, gerade wenn es draußen knackig kalt oder die Luftfeuchtigkeit hoch ist.

Tipp 3: Achte auf die Qualität und nachhaltige Materialien

Mach dir bewusst, welche Stoffe du auf deiner Haut tragen möchtest. Materialien wie Leinen, Baumwolle, Seide oder Hanf sind natürlich, aber nicht unbedingt ökologisch. Beispielsweise konventionelle Baumwolle wird mit Pestiziden behandelt. In der Verarbeitung werden giftige Chemikalien eingesetzt, die sowohl die Arbeiter|innen als auch die Umwelt gefährden.   Hier solltest du Bio-Baumwolle der herkömmlichen vorziehen, nicht zuletzt weil das Einsparpotenzial an Wasser deutlich besser ist. In vielen Bio-Anbauprojekten wird explizit der effiziente Umgang mit Wasser durch Tröpfchen- oder Furchen-Bewässerung vermittelt, auch speichern biologisch bewirtschaftete Böden die Feuchtigkeit besser. Bei Bio-Seide scheint das Ganze noch komplexer zu sein. Anschaulich erklärt wird das beispielsweise auf dieser Website.

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Solltest du deine Kleidung irgendwann nicht mehr tragen, dann gib sie nicht in den Müll sondern in die Altkleidersammlung. Dort werden die Teile in der Regel recycelt und haben damit eine Chance auf ein zweites Leben.

Tipp 4: Second Hand, tauschen oder verkaufen

Über kurz oder lang sammeln sich in jedem Kleiderschrank Fehlkäufe oder Teile, die nicht mehr getragen werden, zu klein oder zu groß sind. Zahlreiche Flohmärkte, Kleidertausch-Partys oder Online-Plattformen wie Kleiderkreisel, eBay oder Vinted gestalten den Verkaufsprozess zwar leicht, sind aber kein Garant, dass du deine Kleidung tatsächlich verkaufst. Hier gilt es auszuprobieren, welche Plattform für dich die richtige ist.

Auch wenn du dir selbst ein neues Teil kaufen willst, kann Second Hand eine gute Wahl sein. Für wenig Geld erhältst du so auch hochwertige Styles. Denn mal ehrlich, neue Shirts für unter fünf Euro sind nicht wirklich billig. Irgendeiner zahlt immer den Preis und wenn du es nicht bist, dann sind es vielleicht die Arbeiter|innen in den Produktionsländern, die mit extrem niedrigen Löhnen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Tipp 5: Siegel und Zertifikate

Zugegeben, mit Siegeln und Zertifikaten ist das so eine Sache. Nicht alle halten was sie versprechen und bis zur letzten Konsequenz kannst du als Endverbraucher nicht überprüfen, was wirklich dahinter steckt. Damit tun sich selbst Experten schwer und auch staatliche Siegel wie der Grüne Knopf haben Kritiker.

Hier deshalb ein paar Anhaltspunkte im Siegel-Dschungel: Das GOTS Siegel (Global Organic Textile Standard) und das IVN zertifiziert Best-Siegel (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) werden als wichtigste Textil-Siegel genannt. Beide Siegel betrachten bzw. prüfen die gesamte Produktionskette und garantieren soziale Standards in der Produktion. Wobei das IVN-Siegel als das weltweit ökologisch strengste Siegel für nachhaltig produzierte Kleidung gilt.

Das schwarz-grün-blaue FairTrade Certified Cotton-Siegel ist eine Zertifizierung und steht unter anderem für soziale Standards und faire Arbeitsbedingungen beim Baumwollanbau. Das rot-weiße Siegel der Fair Wear Foundation bezieht sich auf soziale Standards, wie beispielsweise angemessene Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen und ein Verbot von Kinder- oder gar Zwangsarbeit. Diese Standards gelten während der gesamten Produktionskette.

Ethische Mode, Slow Fashion und Nachhaltigkeit sind wachsende Trends. Einige Unternehmen und Marken setzen bereits auf nachhaltige und recycelte Materialien sowie hohe Produktionsstandards. Diese Liste gibt  eine erste Übersicht über ethische Modemarken. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan. Dennoch ist noch viel zu tun!

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