JW Anderson Colourblock Patchwork Cardigan | Credit: Lyst.de

Wie Harry Styles mit seinen Styles die Fashion-Styles der GenZ beeinflusst

Zugegeben, nicht jede Headline gelingt, aber bei diesem Namen war das Wortspiel schon sehr verlockend. Doch zurück zum Ernst der Mode und ihren illustren Protagonisten.

Was Wassermelonen mit Hemden zu tun haben

Mit dem Video zu seinem Song „Watermelon Sugar“ sorgte Harry Styles dafür, dass die Popularität von Hemden der Marke Bode anstieg (Anm. d. Red.: und vermutlich auch die von Wassermelonen). Der Sänger, Songwriter und Schauspieler trägt im Videoclip ein Hemd des Labels und bescherte ihm damit – laut Lyst-Index* – einen Anstieg der Suchanfragen um 75 Prozent. Falls dir der Name nichts sagt: Bekannt wurde Harry Styles als Mitglied der 2010 gegründeten Boygroup One Direction. Im April 2017 veröffentlichte der Brite mit „Sign Of The Times“ seine erste Solo-Single und landete damit auf dem ersten Platz der britischen Charts. Kurz darauf erschien sein Debütalbum „Harry Styles“. Ende letzten Jahres folgte das Album „Fine Line“ und mit ihm der Song „Watermelon Sugar“.

Farbenfroh geht’s weiter

Im Lyst-Index für das zweite Quartal 2020 findet sich noch ein zweites Kleidungsstück, das durch den Sänger zum Hype wurde. Es ist der kunterbunte Patchwork Cardigan von JW Anderson, den Styles bei seinem Auftritt in der Today Show im Februar trug. Erhältlich ist die Designer-Strickjacke für lockere 1.560 USD. Dies zur Info, falls du nicht selbst zur Stricknadel greifen willst.

Dank Harry Styles wurde das Colourblocking-Modell, das an den Handarbeitsunterricht der 1970er Jahre erinnert, zum Kultstatus bei den Gen Z Konsumenten. Auf der Social Media Plattform TikTok wurde sogar eine #HarryStylesCardigan DIY-Challenge gestartet, bei der sich Fans mit ihren selbst gestrickten oder gehäkelten Jacken zeigen. Die Suche nach den Strickjacken des Label wurde dadurch auf jeden Fall beflügelt. Die Mode-Suchmaschine Lyst spricht von einem Anstieg um 166 Prozent in der letzten Juniwoche.

Gen Z, was ist das überhaupt?

Die Generation der Baby Boomer ist uns geläufig. Das sind jene, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden. Der Name ist in den hohen Geburtenraten in dieser Zeit begründet. Ab 1965 spricht man von Generation X. Die erste Generation ohne Kriegseinwirkung. Arbeit ist zwar wichtig, aber auch alternative Lebensentwürfe und eine Work-Life-Balance. Es folgen 1981 die Millenials oder auch Generation Y. Terroranschäge, Jugendarbeitslosigkeit und Unsicherheit prägen diese Generation, weshalb sie auch oft Generation „Why“ (Deutsch: Warum) genannt wird.

Wann genau Gen Z (oder auch GenZ) beginnt, ist nicht ganz klar. Viele nennen das Jahr 1997, andere sprechen von 2000. Die GenZ sind mit mobilen Geräten wie Tablet und Smartphone aufgewachsen und stellen mit ihrem digitalen Konsumverhalten Werbetreibende und Medienunternehmen vor neue Herausforderungen. Laut Jugendforscher Simon Schnetzer sind sie immer online, das wahre Leben ist mit dem digitalen verschmolzen. Laut Simon Schnetzers Studie „Junge Deutsche“ ist die Generation Z maximal unverbindlich. Eine Entscheidung ist nur ein Zwischenstand, bis etwas besseres kommt. Dabei ist der Rückhalt in der Familie heute wichtiger wie je zuvor, da „so viele Beziehungen dieser Generation nur digital gepflegt werden und im realen Leben nicht belastbar sind.“

*) Lyst ist eine Mode-Suchmaschine, die jedes Jahr weltweit von über 104 Millionen Käufern genutzt wird. Um die begehrtesten Produkte eines Quartals zu identifizieren, werden von Lyst die Mode-Suchanfragen von mehr als 104 Millionen Nutzern weltweit analysiert. Dabei werden die Suchanfragen bei Lyst und Google, die Anzahl der Seitenbesuchen sowie die Verkaufszahlen von mehr als sechs Millionen Produkten betrachtet. Zudem fließen in den Bericht Social-Media-Kennzahlen ein, wie beispielsweise die Veränderung von Follower-Zahlen, die Nennungen von Labels und Produkten in Social Media sowie relevante Suchbegriffe und Hashtags.

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