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Style-Update: Der Blusen-Klassiker erhält ein Makeover

Blusen für Curvys | Credits: PlusPerfekt.de

Was bei den Herren das weiße Hemd ist bei den Ladys die weiße Bluse. Ob schlicht oder raffiniert. Ob mit oder ohne Kragen, kurz oder lang. Der Klassiker kommt eigentlich nie aus der Mode. Gekonnt eingesetzt adelt die weiße Bluse so manches Outfit.

Kleine Review

Auch wenn es gerne Ladys First heißt, die weiße Bluse ist eine Nachahmungstäterin. Ihr Vorbild ist das weiße Herrenhemd. Damals ein Statussymbol, das sich nur Wohlhabende und Adelige leisten konnten. Schließlich war die Herstellung von weißem Stoff aufwändig und damit teuer. Und – wem sage ich das – weiße Kleidung schmutzt leicht. Für die körperlich arbeitende Bevölkerung ein No-Go. Ein frisch gewaschenes weißes Hemd musste man sich – im wahrsten Sinne des Wortes – erst einmal leisten können.

Ganz schön zugeknöpft

Was wir heute als selbstverständlich ansehen, konnte sich erst anno 1900 durchsetzen: Die Knopfleiste. Seit ihrer Erfindung – sie wurde übrigens bereits 1871 patentiert – werden Herrenhemden von links nach rechts geknöpft, Damenblusen hingegen von rechts nach links.

Über den Grund gibt es verschiedene, teils kuriose Spekulationen: Eine besagt, es läge an den reichen und adeligen Damen. Die wurden oft von Zofen angekleidet und für diese war es einfacher, die Bluse der gegenüberstehenden Dame von links nach rechts zuzuknöpfen. Von daher machte es Sinn, die Blusen-Knopfleiste aus Sicht der Trägerin seitenverkehrt anzunähen.

Eine andere Theorie sieht den Grund bei den Herren. Sie sollten in der Kirche nicht abgelenkt werden. Da die Damen links von ihnen saßen, hätte – bei einer von links nach rechts geknöpften Bluse – ein über der Brust eng sitzendes Oberteil vielleicht dazu geführt, dass die Blicke statt ins Gebet-Buch in die Tiefen der Knopfleiste gewandert wären. Wer weiß?

Weshalb sich jedoch diese „Knopfleisten-Zuknöpf-Varianten“ bis heute gehalten haben, das weiß vermutlich keiner so ganz genau.

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Statement-Blusen: Brav war gestern

Feminine oder maskuline Trageversionen der Knopfleisten spielen für den Schweizer Modedesigner Adam Brody keine Rolle. Er hat den Blusenklassiker nach seiner Facon für Curvys neu interpretiert. Sein Fokus liegt auf Schnittführungen und Längen, ob als großzügig geschnittenes Hemdblusenkleid, asymmetrische Linienführung oder mit raffinierter Kragenlösung. Kombinieren kann man die Statement-Blusen eigentlich zu fast allem. Lässig wird’s zur coolen Jeans. Doch Vorsicht! Statement-Blusen sind wie Diven. Sie können zwar unter Blazern und Co. getragen werden, lieben aber den Soloauftritt.

Präsentiert wurden die Blusen von Kandidatinnen bei der Wahl der Miss-Happy-Curvy in Leinfelden-Echterdingen.

„Ich bin gegen Mode die vergänglich ist. Ich kann nicht akzeptieren, dass man Kleider wegwirft, nur weil Frühling ist.“ Coco Chanel

 

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